Komplexe Leistung

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Gymnasium Schkeuditz

Hinweise für Anfertigung einer Komplexen Leistung

Handreichung für Schüler

Arbeitsstand August 2013

Inhalt

1. Ziele und rechtliche Grundlagen
2. Inhaltliche Anforderungen an eine Komplexe Leistung
3. Hinweise zur Erstellung der Komplexen Leistung
            Planung
            Aufbau der Arbeit
            Formale Anforderungen
4. Bewertung

1 Ziele und rechtliche Grundlagen
In Vorbereitung auf die Studierfähigkeit der Schüler fördern wir in allen Schuljahren das selbständige, handlungsorientierte Arbeiten und vernetzte Denken. Einen besonderen Platz nimmt hierbei der Fächerverbindende Unterricht ein.
In den Klassenstufen 10 sollen die Schüler diese Fähigkeiten unter Kontrolle stellen,
indem sie eigenständig eine Komplexe Leistung erbringen. Das schließt die Themenfindung, Planung, Zeiteinteilung, kreative Herangehensweise, Präsentation und Einschätzung der Ergebnisse ein. Ein Fachlehrer wird ihnen dabei als Betreuer zur Seite stehen.
Die Rechtsgrundlage zur Anfertigung einer Komplexen Leistung wird durch die Oberstufenabiturverordnung (OAVO) Vin 12.04.2007 §15Abs.(5) bis (7) und die Verwaltungsvorschrift (OAVO-VwV) vorgegeben.

Aus der OAVO vom 12.04.2007

$ 15
Klausuren, Komplexe Leistungen

(5) Jeder Schüler soll in der gymnasialen Oberstufe mindestens eine Komplexe Leistung mit Präsentation erbringen, wenn er sie nicht bereits in der Klassenstufe 10 erbracht hat. Für Schüler, die regelmäßig in Abstimmung mit der Schule an Lehrveranstaltungen einer Hochschule teilnehmen, entfällt diese Verpflichtung. Die Gesamtlehrerkonferenz beschließt zu Beginn des Schuljahres Anzahl und Durchführung der Komplexen Leistungen
(6) Komplexe Leistungen können sein:
1. die Erarbeitung und Dokumentation von umfangreichen Arbeitsprozessen.
2. umfangreiche schriftliche Arbeiten.
3. anforderungsbezogene Berichte, insbesondere über Praktika und Exkursionen oder
4. die selbstständige Planung. Durchführung und Auswertung von Experimenten. Als Komplexe Leistung zählt insbesondere die Anfertigung einer besonderen Lernleistung nach §22
(7) Die Zeit bis zur Rückgabe der bewerteten Komplexen Leistung soll höchstens drei Wochen betragen

2 Inhaltliche Anforderungen an eine Komplexe Leistung
Die Themen, die sich die Schüler selbständig oder mit Unterstützung wählen, müssen lehrplanrelevant sein. Während des Arbeitens müssen grundlegende Arbeitstechniken
(Exzerpieren, Konspektieren , Zitieren, Befragungs- und Interviewtechniken,…) angewandt,
auf fachliche und sachliche Richtigkeit geachtet und das Thema richtig erfasst und bearbeitet werden (Konzentration auf Wesentliches, Qualität und Anordnung der Argumente, Reliabilität und Validität der Untersuchung, Objektivität und Ehrlichkeit). Jegliche Recherchearbeit ist zu dokumentieren und nachzuweisen (Literaturliste, Arbeit mit modernen Medien,…).
Die schriftliche Arbeit kann mit mündlichen und praktischen Anteilen verbunden werden.

3 Hinweise zur Erstellung einer Komplexen Leistung
3.1 Planung
Die Anfertigung und Präsentation der Komplexen Leistung erfolgt in der Klassenstufe 10.
Wichtig ist die Erstellung eines Zeitplanes, der den eventuellen praktischen Teil beachten muss und mit dem Betreuer abzusprechen ist.
Die erforderliche Präsentation findet für alle Schüler vor einem Großteil der Schülerschaft an einem Präsentationstag statt. Sie fließt in das Gesamtergebnis der Komplexen Leistung ein.
Der Schüler erhält als Endwert eine Bewertung in dem jeweiligen Fach und ein Zertifikat über die erbrachte Leistung

3.2 Aufbau der Arbeit
Die Komplexe Leistung muss folgende Teile beinhalten:

Titel- oder Deckblatt
Das Deckblatt sollte
Folgende Angaben enthalten
Thema der Arbeit
Name des Verfassens
Schule und Klasse
Name des Betreuers
Datum der Abgabe

Gliederung / Inhaltsverzeichnis
Die Gliederung weist den logischen und folgerichtigen Aufbau der Arbeit aus. Im Prozess der Entstehung der Komplexen Leistung entwickelt sich diese Gliederung zu einem Inhaltsverzeichnis. Dieses enthält alle wesentlichen Elemente der Arbeit mit einer Seitenangabe. Der eventuelle praktische Teil muss klar erkennbar sein.

Das Inhaltsverzeichnis sollte nach einer Dezimalklassifikation mit arabischen Ziffern wie folgt untergliedert sein:

0 .Vorwort
1. Einleitung
Zielstellung
Methoden
Forschungsstand
2. Theorie

3. Hauptteil

4. Zusammenfassung
 Fazit und Ausblick
Thesen
5. Wissenschaftlicher Apparat
Literaturverzeichnis
Bildverzeichnis
6. Eigenständigkeitserklärung

Es empfiehlt sich in Anbetracht der relativ geringen Seitenzahl der Arbeit, keine zu starke Untergliederung vorzunehmen. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass die einzelnen Teile bezüglich ihres Umfangs in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen:

Vorwort (fakultativ)
Das Vorwort gehört nicht zum offiziellen Teil der Arbeit. Es erhält gegebenenfalls den Gliederungspunkt 0 und umfasst höchstens eine Seite. Das Vorwort enthält wichtige Mitteilungen an den Leser, zum Beispiel Aussagen zur Entstehung der Arbeit oder zur persönlichen Motivation der Themenwahl. Auch ein Dank an die Menschen, die den Autor bei der Anfertigung der Arbeit besonders unterstützt und gefördert haben (Eltern, Außenbetreuer), ist an dieser Stelle angebracht.

Einleitung (obligatorisch)
Die Einleitung ist ein obligatorischer Teil der schriftlichen Darstellung. Sie sollte, wie unter dem Stichpunkt ,,Gliederung / Inhaltsverzeichnis“ ausgeführt, dreifach untergliedert werden:

- Unter dem Gliederungspunkt 1.1 („Zielstellung“) äußert der Verfasser seine Vorstellungen von den Zielen der Arbeit bzw. der Untersuchungen.
- Unter dem Gliederungspunkt 1.2 („Methoden“) beschreibt, erläutert und begründet der Verfasser, auf welche Weise er zu Informationen, Fakten, Daten und Messergebnissen gelangt ist. Dabei geht es vor allem um eine Begründung der Zweckmäßigkeit der Methoden angesichts der Problemstellung.
- Unter dem Gliederungspunkt 1.3 („Forschungsstand“) referiert der Verfasser kurz den nach seiner Kenntnis aktuellen Forschungsstand zum Thema.

Theoretische Grundlagen
Mit diesem Kapitel führt der Verfasser den Leser zu seinen Untersuchungen hin, denn hier klärt er die wichtigsten inhaltlichen und begrifflichen Voraussetzungen für die weiteren Ausführungen in seiner schriftlichen Arbeit. Zu beachten ist, dass der Umfang gerade dieses Kapitels nicht den Rahmen der gesamten Arbeit sprengt bzw.
Eine Unausgewogenheit der einzelnen Bestandteile entsteht.

Hauptteil
Der Hauptteil beinhaltet alle wesentlichen Ausführungen des Verfassers zum Thema. Er legt hier ausführlich seine Untersuchungsergebnisse dar, begründet und bewertet sie. Dieser umfangreichste und bedeutungsvollste Teil der Arbeit muss auf eigenen Recherche- und Problemlösungsprozess dar, indem er Zeit, in welcher Weise er die wissenschaftlichen Fragestellungen, die er anhand seines Themas herausgearbeitet hat,

beantwortet.
In dem gesamten schriftlichen Teil der Arbeit, also auch schon in den Kapiteln 1 und 2 müssen sich die Verfasser mit fremdem Gedankengut auseinander setzen: Zitate, auch sinngemäße Wiedergaben und Verweise, werden bereits im Text als solche gekennzeichnet.

Richtiges Bibliografieren (Zitieren) wird von den Deutschlehrern Anfang Klasse 10 im Unterricht
Erläutert. Dabei ausgehändigte Darlegung ist bindend.

Der Schüler wird mehrfach darauf hingewiesen, dass ein nicht korrektes Zitieren, die Übernahme von mehr als vier zusammenhängenden Worten aus einer fremden Quelle ohne Vermerk diesen einen Betrugsversuch gleichkommt und die Note ungenügend zur Folge hat.
Dies ist eine übliche Festlegung im wissenschaftlichen Betrieb und soll den Wert von geistigem Eigentum hervorheben.

Zusammenfassung
In diesem Kapitel fasst der Autor alle wesentlichen Ergebnisse noch einmal kurz zusammen und ordnet sie in größere Zusammenhänge ein. Dabei erscheint es ratsam, sich auf die Aufgabenstellung der Arbeit zu beziehen. Es ist an dieser Stelle auch möglich, näher auf die Grenzen der Untersuchung oder auf die Validität der Ergebnisse einzugehen.
Die wesentlichen Erkenntnisse aus der Arbeit müssen in Form von Thesen zusammengefasst und formuliert werden. Diese bilden eine wesentliche Grundlage für die Verteidigung.

Wissenschaftlicher Apparat (obligatorisch)
Alle wörtlichen und sinngemäßen Zitate sowie alle anderen im schriftlichen Teil der Arbeit verwendeten Materiealien (Bilder, Grafiken, Karten, Karikaturen) werden durch eine vollständige bibliografische Angabe der Quelle im Literaturverzeichnis nachgewiesen, zum Beispiel:

Aurig, Rainer: Landesgeschichte Sachsen. Tradition und Innovation.
Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte, 1997
Schreiber, Herman: August der Starke: Kurfürst von Sachsen – König von Polen. –
München: Heyne Verlag. 1995

Das Literaturverzeichnis enthält nur die Quellen, die der Verfasser auch tatsächlich für seine schriftliche Arbeit genutzt hat. Es versteht sich von selbst, dass jedes Bild, jede Grafik und jede Karte eine fortlaufende Nummer, eine Unterschrift und eine Quellenangabe enthalten muss. Weitere Materialien, Interviews, Protokolle und andere Belege finden ihren Platz gegebenenfalls in einem Anhang.

Eigenständigkeitserklärung (obligatorisch)
Die Eigenständigkeitserklärung ist obligatorischer Bestandteil der Komplexen
Leistung. Sie wird mit Vor- und Nachnamen unterschrieben. Bewährt hat sich folgender Wortlaut:

Ich versichere, dass ich die Arbeit eigenständig angefertigt, nur die angegebenen
Hilfsmittel benutzt und alle Stellen, die dem Wortlaut oder dem Sinn nach anderen Werken entnommen sind,
als solche kenntlich gemacht habe.
Ort, Datum Unterschrift

3.3 Formale Anforderungen
Die Arbeit ist in gedruckter Form zu erstellen

- Format: DIN A4, weiße Blätter, einseitig bedruckt
– Ausrichtung: Blocksatz, Silbentrennung
– Zeilenabstand: 1,5-zeilig
– Schriftart: sachlich, also Times New Roman oder Arial
– Schriftgrößen für den Text: 12
für die Überschriften : 14, fett oder 12, fett, unterstrichen
für Fußnoten: 10
- Seitenlayout: oberer und unterer Rand: je 2,5cm
Seitenränder: je 3,0cm
Seitennummerierung in Fußzeile
- Umfang: 10Seiten, bei vorrangig praktischer Arbeit verringert sich der schriftliche Anteil
- Abgabe: 1 Exemplar im Hefter, als Mappe oder als Ringbindung
1 Exemplar auf CD-R im Portable Document Format (PDF) (Beschriftung des Datenträgers mit Name und Thema)

3.4 Sprachliche Anforderungen
Nach ihrer Funktion unterscheidet man in einer Sprache unterschiedliche Steiltypen als besondere Muster der Sprachverwendung in bestimmten Situationen: Der schriftliche Teil einer Komplexen Leistung verlangt vom Verfasser den Stiltypen der Wissenschaftlichkeit, der durch folgende Merkmale geprägt ist:

a) Exaktheit und Eindeutigkeit
- Verlangt vom Verfasser den sicheren Umgang mit Definitionen und begrifflichen Bestimmungen
- Erfordert den sicheren Umgang mit Termini, Fach- und Fremdwörtern

b) Objektivität
- Verlangt vom Verfasser durchgängig die Verwendung der unpersönlichen Ausdrucksweise die Verwendung des Passivs oder der Passiversatzformen
- Im Text wissenschaftlicher Arbeiten niemals die Ich-Form (Ausnahmen sind das Vorwort und die Eigenständigkeitserklärung) verwenden

c) Dichte und Kürze
- Verlangt vom Verfasser die Nutzung des Nominalstils (Verwendung von substantivischen Wortgruppen und Pronomen)
- Treffende und ausdrucksstarke Verben auswählen
- Wiederholungen und Weitschweifigkeit vermeiden

d) Klarheit
- Verlangt vom Verfasser einen übersichtlichen Satzbau (vor allen Dingen einfache Sätze, Satzverbindungen verwenden)
- Die richtige Verwendung von Konjunktionen beachten, um Klarheit in den Beziehungen der Über- und Unterordnung in Satzgefügen zu schaffen
Da der schriftliche Teil der Komplexen Leistung als ein Problemlösungsprozess angelegt ist, dominieren in vielen Kapiteln das Beschreiben, Begründen, Erörtern und Argumentieren.

4 Bewerbung
Das Gesamtergebnisse der Komplexen Leistung entspricht dem Wert einer Klassenarbeit. Die Note wir im jeweiligen Fach gewertet. Der schriftliche Anteil und die Präsentation stehen hinsichtlich der Bewertung in einem Verhältnis 60:40
Die Präsentation ist für Schüler Pflicht. Sie soll einen Überblick über die Arbeitsergebnisse,
Erläuterungen zu ausgewählten Schwerpunkten und die Reflexion des Arbeitsprozesses durch den Schüler beinhalten. Das Gesamtergebnis wird nach einer Matrix ermitteln, die an unserer Schule erarbeitet wurde, um die Objektivität und somit Gerechtigkeit der Bewertung abzusichern. Auf der Grundlage dieser Matrix findet das Auswertungsgespräch statt. In diesem wird dem Schüler danach der Präsentation die endgültige Bewertung erläutert.

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Download (pdf 591 KB) Handreichung zur Komplexe Leistung Klasse 10

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